Küchengestaltung

Gewürze aufbewahren: Praktische Tipps für eine längere Haltbarkeit

Ob feuriges Chili oder weihnachtlicher Zimt: Gewürze verleihen Speisen und Getränken ihren besonderen Charakter. Damit ihr Aroma nicht frühzeitig verfliegt, sollten Sie Gewürze richtig aufbewahren.

Weshalb Sie Gewürze richtig lagern sollten

mian? Oder ein Curry ohne Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander? Richtig, ziemlich fad! Eine kleine Menge genügt und schon reisen die Sinne nach Italien, Indien oder in den Orient. Damit Anis, Beifuß und Co. nicht an ihrer Wirkung einbüßen, ist die Gewürzaufbewahrung sehr wichtig. Bei richtiger Lagerung halten Gewürze in der Regel bis zu drei Jahre – also meist über das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Damit es so weit kommen kann, sollten Sie die Ansprüche der natürlichen Geschmacksverstärker kennen.

Gewürze sind gegen Licht, Luft, Wärme und Feuchtigkeit empfindlich – vor allem, wenn sie bereits gemahlen sind. Sonneneinstrahlung, Hitze und Sauerstoff lassen das Aroma schneller verfliegen. Werden Gewürze feucht, bilden sich Klümpchen oder sogar Schimmel. Sie sollten deshalb luftdicht, dunkel und trocken aufbewahrt werden. Im feuchten Kühlschrank, auf dem Fensterbrett oder in einem offenen Regal direkt über dem Herd sind sie schlecht aufgehoben.

Hier bleiben Gewürze besonders lange frisch

Schubladen sind ein idealer Aufbewahrungsort. Sie schützen die Gewürze vor äußeren Einflüssen, lassen sich bequem ausziehen und verschaffen einen guten Überblick. Wenn die Behälter aufrecht stehen, können Sie die Deckel mit Aufklebern und Filzstift beschriften. So ist alles gut geordnet und direkt griffbereit. Breite Schubfächer können mit Gewürzeinsätzen ausgestattet werden. Die Behälter mit den Gewürzen finden so liegend ihren Platz und verraten gleich den jeweiligen Inhalt. Allerdings passen hier nur Standardgrößen hinein und ein lose verschraubter Deckel kann für unschöne Überraschungen sorgen.

Eine besonders elegante Lösung sind grifflose, tiefe Schubfächer mit „unsichtbaren“ Innenschubladen. Hier finden Gewürze auf zwei Etagen Platz, ohne dafür das Frontbild durch viele Schubladen zu stören. Für kleine Küchen eignet sich ein hoher, schmaler Apothekerschrank. Auch hier haben Sie bequemen Zugriff auf die Gewürze, ohne dabei links und rechts Platz zu verlieren. Salz, Pfeffer und andere Gewürzmischungen, die oft zum Einsatz kommen, sollten auf Augenhöhe stehen. In den unteren und oberen Schubfächern können Sie Gewürze lagern, die seltener genutzt werden.

Wandregale sind für den täglichen Gebrauch zwar am bequemsten. Allerdings sind die Gewürze hier den äußeren Einflüssen stärker ausgesetzt. Außerdem können sich Staub und Fett leichter auf den Behältern absetzen. Ein Gewürzschrank oder Schubfach ist deshalb die bessere Aufbewahrungslösung. Damit beim Kochen alles griffbereit ist, sollte der Gewürzschrank in der Nähe des Herdes sein. Allerdings nicht direkt über der Kochplatte oder neben dem Ofen – sonst dringt zu viel Wärme und feuchte Luft an die Gewürze. Diese Aspekte sollten Sie bei der Küchenplanung beachten.

In Eckschränken können Gewürze und getrocknete Kräuter auf einem drehbaren Karussell stehen. Schwenkbare Einsätze in Hängeschränken oder an die Innentür geschraubte Gewürzregale sind ebenfalls praktisch und bieten viel Platz. Wer keine neue Küche plant, kann in Oberschränken sogenannte Gewürztreppen nutzen. Die Gewürzgläser stehen dort auf mehreren Etagen gut erreichbar und platzsparend bereit. Oder Sie sortieren die Gewürze je nach Geschmacksrichtung in Boxen oder Körben, die sich leicht herausnehmen lassen.

In diesen Behältern sollten Sie Gewürze aufbewahren

Am sichersten bewahren Sie Gewürze in Behältern aus Glas, Keramik oder Metall auf. Die Materialien halten Luft, Feuchtigkeit und Wärme fern – vorausgesetzt, die Gefäße lassen sich auch luftdicht verschließen. Außerdem sind sie pflegeleicht und ein echter Blickfang. Stehen die Gewürze in einem Regal, sollten sie in dunkle Keramik- oder Metallbehälter gefüllt werden. Nicht zu empfehlen ist Kunststoff, da er Licht zu einem gewissen Grad durchlässt sind und sich allmählich verfärbt – zum Beispiel durch Paprikapulver oder Kurkuma.

Wer die Behälter nicht extra kaufen möchte, kann beispielsweise Einweck- oder Marmeladengläser nutzen. Wichtig ist, dass die Gläser sauber und trocken sind. Andernfalls könnten Feuchtigkeit oder sogar Speisereste an die Kräuter gelangen und sie verderben. Auch Reagenzgläser sind eine schöne Art der Präsentation von Gewürzen wie Safran oder Vanilleschoten.

Übrigens können Sie getrocknete Kräuter sogar als Wanddekoration nutzen.

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