Küche & Technik

Tierisch was los: Tipps für eine tiertaugliche Küche

Niedlich, flauschig, treu: Haustiere gehören quasi zur Familie. Bei der Haustierhaltung gibt es jedoch Vieles zu beachten. Wir geben Tipps für eine tiertaugliche Küche, in der sich alle wohlfühlen.

Sicherheit in der Küche: Bei der Haustierhaltung oberstes Gebot

In Deutschland leben rund 35 Millionen Haustiere in der Wohnung oder im Haus, allen voran Hunde und Katzen. Ihre Bedürfnisse und Gewohnheiten sind ganz unterschiedlich: Katzen springen überall hinauf oder kriechen in die entlegensten Winkel. Hunde spüren mit ihrer feinen Nase die kleinsten Essensreste auf und liegen auch gerne mal mitten im Raum. Das Thema Sicherheit steht bei der Küchenausstattung deshalb an oberster Stelle. Auf folgende Aspekte sollten Sie für eine tiertaugliche Küche achten:

  • Vermeiden Sie offene Schränke und Regale. So gelangt Ihr Haustier weder an Futter und Lebensmittel, noch kann es das teure Porzellan oder die Lieblingstasse herunterstoßen. In geschlossenen Schränken sollten Sie auch jegliche Putzmittel aufbewahren.
  • Nutzen Sie Blenden für den Spalt zwischen Unterschrank und Boden, damit sich Meerschweinchen und andere kleine Haustiere dort nicht verstecken oder einklemmen können. Sockelleistenkanäle, Ritzen und Löcher sollten Sie ebenfalls gut abdecken.
  • Verzichten Sie nach Möglichkeit auf einen Gasherd oder wählen Sie Modelle mit Deckel, um die Gaskochfläche bei Nichtbenutzung abdecken zu können.
  • Platzieren Sie Backofen oder Spülmaschine nach Möglichkeit auf Hüfthöhe. Das schützt die neugierigen Vierbeiner vor dem Einklemmen und Sie haben nicht nur eine tierfreundliche, sondern auch eine altersgerechte Küche.
  • Falls Sie Teppiche oder Fußbodenschoner auslegen, tun Sie das besser nicht vor der Spüle, dem Herd oder in der Raummitte – Ihr Vierbeiner könnte dort unbemerkt Platz nehmen und Sie über ihn stolpern.

Eine gute Küchenhygiene für Mensch und Tier

Neben Keimen bringen Tiere auch Schmutz mit nach Hause. Sie sollten deshalb nicht nur mehrmals pro Woche den Boden putzen. Auch die Arbeitsplatte, Kochflächen und Schneidebrettchen müssen täglich gereinigt und desinfiziert werden. Achten Sie beim Zubereiten und Kochen darauf, sich gründlich die Hände zu waschen, wenn Sie Ihr Haustier zuvor gestreichelt haben. Nutzen Sie luftdichte Mülleimer und platzieren Sie diese unter der Spüle, damit ihr Inhalt nicht von Spürnasen zutage gefördert wird.

Tiere sind schlaue Geschöpfe und merken sich, wo Sie das begehrte Futter lagern. Bewahren Sie Tierfutter getrennt von anderen Lebensmitteln im Vorratsschrank auf und verschließen Sie angebrochene Packungen luftdicht. Beachten Sie auch die allgemeinen Tipps für gute Küchenhygiene.

Robuste Materialien für eine tiertaugliche Küche

Die Küche ist vielen Strapazen ausgesetzt – und mit Haustieren in der Wohnung noch einmal mehr. Wählen Sie robuste und pflegeleichte Materialien, denen scharfe Krallen nichts anhaben können. Keramik oder Naturstein eignen sich für eine tiertaugliche Küche beispielsweise sehr gut. Neben ihrer Strapazierfähigkeit ist die kühle, glatte Oberfläche zum Hinaufspringen und Einmummeln nicht sonderlich gut geeignet – das könnte Ihre Katze davon abhalten, ständig auf die Arbeitsplatte zu springen.

Beim Bodenbelag sollten Sie Ihren Vierbeinern zuliebe auf allzu glatte Oberflächen verzichten, damit sie im Eifer des Gefechts nicht ausrutschen. Wählen Sie ein pflegeleichtes Material, das gegen Feuchtigkeit und scharfe Krallen resistent ist, beispielsweise raue Steinfliesen oder Klickvinyl.

Haustierhaltung mit Wohlfühlfaktor

Viele Tiere sind geräuschempfindlich. Bei der Wahl von Elektrogeräten sollten Sie geräuscharme Modelle bevorzugen und die Waschmaschine nach Möglichkeit nicht in der Küche aufstellen. Dämpfungssysteme für Schranktüren und Schubladen vermeiden laute Knallgeräusche beim Schließen.

Haustiere haben feste Gewohnheiten, außerdem brauchen sie bei der Nahrungsaufnahme Ruhe und ein Gefühl von Sicherheit. Planen Sie einen festen Platz für Futter und Wasser ein, an dem Ihr Vierbeiner ungestört fressen kann. Sehr praktisch sind auch integrierte Futterstationen für die Küchenausstattung. Hierfür ziehen Sie die Schublade mit Tablar einfach bei Bedarf heraus – so bleibt die Futterstelle immer am selben Platz und Sie treten nichts ins sprichwörtliche (Fett)-Näpfchen. Falls Sie viel unterwegs sind, könnte ein Futterautomat mit Zeitschaltuhr genau das Richtige sein.

Küchenausstattung – So planen Sie richtig

Tier und Mensch verbindet eine lange Geschichte – und seit dem ersten Lockdown sind Haustiere beliebt wie nie. Mit unseren Tipps für eine tiertaugliche Küche stellen Sie sicher, dass sowohl Sie, als auch Ihr treuer Gefährte zuhause rundum glücklich sind. Worauf Sie bei der Küchenplanung noch achten sollten, verraten wir hier.

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